Chorleiter: Eckart Zeidler

  geboren am 06.09.1941 in Magdeburg
  verwitwet, drei Kinder
  von 1948 - 1956 Besuch der Zentralschule in Westeregeln
  von 1956 - 1960 Besuch der Erweiterten Oberschule in Egeln (Abitur)
  von 1960 - 1964 Lehrerstudium (Deutsch / Musik) an der Humboldt-Universität zu Berlin
    (Mitglied des Universitätschores, Mitglied des Jugendstudiochores des Berliner Rundfunks,
    Mitglied des Universitätsblasorchesters)
  seit 1964 Chorleiter des Gemischten Chores Egeln e.V.
  von 1964 - 1990 Lehrer an der Polytechnischen Oberschule "Martin Schwantes" in Egeln
  von 1990 - 1994 Freistellung als Lehrer durch die Bezirksregierung Magdeburg


  zur Ausübung folgender ehrenamtlicher Tätigkeiten lt. § 52, Abs.1, BAT-O :
- Bürgermeister der Stadt Egeln
- Präsident des Städte- und Gemeindebundes von Sachsen-Anhalt
- Mitglied des Verwaltungsrates der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg
- Mitglied des Vorstandes des Kommunalen Versorgungsverbandes Sachsen-Anhalt
- Mitglied des Steuerungs- und Vergabeausschusses der TLG Magdeburg u.a.
2014 Festveranstaltung zum 50jährigen Chorleiterjubiläum unter
Teilnahme vieler Ehrengäste in der Stadtkirche Egeln
2014 Ehrenpreis des Salzlandkreises „Ehrenamt 2014“


Freizeittätigkeit: Kompositionen von Chorsätzen für Gemischte Chöre, Frauenchöre und Männerchöre


Stellvertretende Chorleiterin: Andrea Rokus

Sie wurde im Mai 1963 in Egeln geboren.
Hier besuchte sie auch 10 Jahre die POS und studierte anschließend in Bernburg Heimerzieher. In diesem Beruf war Frau Rokus jedoch nie tätig, denn sie hängte ein weiteres Studium zum Musiklehrer an der PH Potsdam an. Ihre erste Anstellung war dann an der Hermann Kasten Schule in Staßfurt. An dieser Schule arbeitet sie heute noch.
Seit der achten Klasse sang Frau Rokus immer in Chören. 1992 zog sie wieder nach Egeln und singt seitdem im Gemischten Chor Egeln e.V.. Langsam wuchs sie in die Aufgaben eines zweiten Chorleiters; übernahm Dirigate, studierte Lieder ein, gestaltete Programme mit.
Zunehmend dirigiert sie komplette Konzerte.




Gedanken des Chorleiters über Musik

Musik, aus dem Griechischen - Kunst der Musen, die im Dienste des griech. Sonnengottes standen und die Beschützerinnen und Vertreterinnen der Künste waren. Musik leitet sich von dem Wort "Musen" ab, ist somit die Kunst der Musen. Musik entstand in der Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur, z.B. durch einfachste vokale oder primitiv instrumentalen Äußerungen von Freude Kampfeslust, Trauer, Schmerz u.ä.

Später war Musik die Kunst der menschlichen Stimme und der Instrumente. Singen gehört bis heute zu den beliebtesten Hobbys weltweit. Es verbindet Menschen - ganz besonders, wenn sie sich in einem Chor zusammenschließen. Alleine zu singen ist zwar schön, doch in der Gemeinschaft ist es noch viel schöner. Singen in der Gemeinschaft entspannt, lässt den Alltagsstress vergessen, und es macht Spaß, auf der Bühne zu stehen und mit dem Erlernten anderen Freude zu bereiten. Auch das Gesellige kommt in einem Chor nicht zu kurz.
Wer singt, gewinnt - das gilt für jedes Chormitglied. Man gewinnt an Lebenslust, Gemeinschaftsgeist, Freude am Gesang und an der Freude anderer. Man stärkt aber auch sein Immunsystem und gewinnt eine optimistische Lebenseinstellung. Die Wahrnehmung über das Gehör und der emotionale Ausdruck aktivieren unser Gehirn und beugen somit der Vergesslichkeit vor.
Wer singt ist aktiv und emotional zugleich. Selbst Stimmungstiefs werden durch das Singen ausgeglichen. Musik und Gesang sind zwischenmenschliche Kommunikationen und zugleich die gesündesten Tätigkeiten überhaupt. Gesang ist eine wunderbare Art, Gemeinschaft zu erleben. Dreh- und Angelpunkt ist beim Singen, ja beim gesamten Musizieren das Hören. Denn aus einer optimalen, klangvollen Höreinstellung erschließt sich eine gelassene, lustvolle Musizierweise.
Eine große Rolle spielt das Hören auf andere Stimmen. Das Zusammenklingen von mehreren Stimmen kann sehr intensiv erlebt werden. Aus einer solchen Haltung heraus lassen sich dann typische Probleme wie Intonation, Notenverlauf, dynamisch bzw. synchron singen, leichter auflösen. Musik hat eine lange und komplizierte Entwicklung durchgemacht, doch stets war sie ein Teil des Lebens und stets war sie mit der Wirklichkeit verbunden. Musik hat eine ungeheure Kraft, sie schlägt Brücken zwischen den Menschen und ist allen eine gemeinsame Heimat. Musik ist mehr als Hobby und Zeitvertreib, sie wirkt positiv auf die geistige und soziale Entwicklung des Menschen und ist Jungbrunnen und Balsam für seine Seele. Deshalb wird Musik heute auch als therapeutisches Mittel eingesetzt. Es ist erwiesen, dass sich durch Musik Blutdruck, Atmung, Herzschlag und Muskelspannung verändern, somit findet sie in der Schmerztherapie, Psychiatrie, Geriatrie und der Rehabilitation von Schlaganfällen Anwendung.

Musik kann zwar nicht wie die darstellende Kunst die Realität wiedergeben, doch wird die Wirklichkeit durch die Musik des Komponisten zum Ausdruck gebracht. Der Musikfreund kann durch die Musik die Wirklichkeit rekonstruieren. So kann die Musik kein realistisches Bild vom Frühling entwerfen, aber sie kann die Freude eines Menschen, der den Frühling erlebt, zum Ausdruck bringen. Nur die Dichtkunst kann wie die Musik so umfassend auf die Seele des Menschen wirken. Durch Musik können Gefühle wie Sehnsucht, Liebe Leid, Heimweh, Freude, Wut, Trauer…. zum Ausdruck kommen. Der große Dichterfürst Goethe sagte einmal: "Heilig ist, was viele Seelen verbindet; diese Wirkung besitzt die Musik in hohem Maße. Ihre Macht, das Getrennte zu vereinigen und zu versöhnen, überwindet selbst die Schranken der Völker und der Staaten." Ein geschichtliches Beispiel sei genannt: 1941 nahm der deutsche Soldatensender Belgrad seinen Betrieb auf, und allabendlich ertönte kurz vor den letzten Nachrichten um 22.00 Uhr das Lied "Lilli Marleen". Das Lied hatte so eine Wirkung und Ausstrahlungskraft, dass zur Sendezeit die Waffen der Kriegsgegner ruhten. Für Goethe war die Musik ein notwendiger Lebensfaktor, der nicht nur in der Familie, sondern vor allem im öffentlichen Leben präsent war. Das kann verallgemeinert werden. Für mich ist Musik sehr stark stimmungsabhängig. Sie kann gute aber auch schlechte Laune verbreiten. Sie hat einen sehr hohen Stellenwert in meinem Tagesablauf, keinen Tag ohne .....
Mit Liedern und dem Musizieren verbinde ich sowohl negative als auch positive Ereignisse. Ein Leben ohne Musik wäre sehr trist und einsam. Ohne Musik geht nichts bei mir; ich brauche Musik wie die Luft zum Atmen.

Musik ist nicht nur ein Ohrenschmaus oder ein Mittel der Entspannung, der Ruhe, der Hingabe, sondern auch Erziehungsmittel von großer Ausstrahlungskraft. Somit ist Musikerziehung nicht nur die Erziehung durch Musik, sondern auch Erziehung zur Musik. Große Komponisten der Vergangenheit (Haydn, Mozart und Beethoven) haben wie zeitgenössische Meister (Schostakowitsch, Prokofjew, Stockhausen) durch Musik zur Humanität und zum nationalen Selbstwertgefühl erziehen wollen. Das Wesen der Musik ist die Kunst der Harmonie, und die weltweite Aufgabe der Musik ist der die ganze Welt umspannende Friedensgedanke (s. 9. Sinfonie von Beethoven). Nicht umsonst ist die "Hymne an die Freude" zur Europahymne geworden.

Zitate über die Musik
* Wer die Musik der Seele hört, beherrscht die Melodie des Lebens.
* Wer Musik nicht liebt, verdient nicht, ein Mensch genannt zu werden; wer sie nur liebt, ist erst ein halber Mensch; wer sie aber treibt, ist ein ganzer Mensch.
* Musik bringt zum Ausdruck, was sich nicht in Worte fassen läßt und doch nicht still bleiben kann.
* Wen wir einander mit Musik berühren, berührt einer des anderen Herz, Verstand und Seele, alles auf einmal.
* Musik ist die Beschreibung der Welt ohne Worte und Begriffe. Sie ist die Philosophie der Gefühle.
* Die Musik ist der Gesang der Jahrhunderte und die Blume der Geschichte. Sie entspringt dem Schmerz wie der Freude der Menschheit.
* Musik ist die Beschreibung der Welt ohne Worte und Begriffe. Sie ist Philosophie der Gefühle.
* Musik ist Balsam für die Seele und Erholung für den Geist.